Red hand day

Am Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten bringen rote Handabdrücke den Protest gegen Kindersoldaten zum Ausdruck. Jugendliche aus drei Bundesländern und BAP-Sänger Wolfgang Niedecken haben Bundespräsident Horst Köhler am 12. Februar mehr als 100.000 rote Hände übergeben.

Foto: Gückel
Jugendliche und BAP-Sänger Wolfgang Niedecken beim Bundespräsident Horst Köhler

Weltweit sind rund 250.000 Kinder als Soldaten in offiziellen Armeen oder paramilitärischen Verbänden zwangsrekrutiert. Sie werden zum Kämpfen und Töten gezwungen, oder sie sind als Boten, Lastenträger und Spione Teil der militärischen Infrastruktur.Besondere Brisanz und Aufmerksamkeit bekommt die Situation von Kindersoldaten aufgrund des aktuellen Bürgerkriegs in Sri Lanka. Nach Angaben von UNICEF werden dort immer mehr Kinder zwangsrekrutiert. Selbst, wenn die kämpfe ein Ende haben, erwartet die ehemaligen Kindersoldaten ein schweres Leben. Schwer traumatisiert brauchen sie viel Zuwendung und professionelle Begleitung, um die erlittenen Wunden an Körper und Seele zu verarbeiten.

Zwischen 2003 und Ende 2008 hat UNICEF in Sri Lanka 6.000 Fälle von Rekrutierungen von Kindern durch die Rebellenorganisation LTTE dokumentiert

 

Aktion gegen den Einsatz von Kindersoldaten

Bei der Aktion Rote Hand haben in Deutschland mitgewirkt: Aktion Weißes Friedensband, Amnesty International, Deutsches Jugendrotkreuz, Deutsches Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes, Kindernothilfe, Netzwerk Afrika Deutschland, Plan International Deutschland, terre des hommes, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, World Vision Deutschland.

Mit der Kampagne  "You(th) must act" hat sich das Jugendrotkreuz gegen den Einsatz von Kindersoldaten stark gemacht.

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